Studienfinanzierung

Studiengebühren wurden in NRW wieder abgeschafft. Es muss aber an jeder Hochschule ein Semesterbeitrag gezahlt werden, mit dem Angebote für die Studierenden unterstütz werden, (z.B. das günstige Essen in der Mensa, Angebote des Studentenwerkes etc.). Der Semesterbeitrag an der Hochschule OWL unterscheidet sich danach, an welchem Standort man eingeschrieben ist:

  • Lemgo, Detmold und Höxter: 250 Euro
  • Warburg: 175 Euro

 

Wie aber ein Studium finanzieren?

Für die meisten ist ein Mix aus BAföG-Geldern, Kindergeld, Jobben, Stipendien und zur Not auch einem Studienkredit ganz normal. Ausschließlich von den Eltern gefördert zu werden, ist bei den wenigsten Studierenden Realität.

 

Schon mal etwas von BAföG gehört?

Hinter der Abkürzung versteckt sich das Wort Bundesausbildungsförderungsgesetz. Dieses Gesetzt ermöglicht jungen Menschen durch finanzielle Unterstützung des Staates ihre Wunsch-Ausbildung machen zu können.

Für Studierende bedeutet das, dass sie bis zu 670 Euro im Monat vom Staat geliehen bekommen. Die monatlich zur Verfügung gestellte Summe wird nach Deinem eigenen Einkommen und dem Einkommen Deiner Eltern sowie Deinem eigenen Vermögen berechnet. Die Leistung vom Staat ist kein Geschenk, aber das Gute dabei ist: Nur die Hälfte und maximal 10.000 Euro musst Du zurückzahlen! Die Rückzahlung des Geldes beginnt zudem erst fünf Jahre nach Studienende in individuellen Raten. Zahlst Du das Darlehn dann geschlossen auf einmal zurück, erhälst Du sogar einen prozentualen Nachlass der zurückzahlenden Summe. Und solltest Du Dich nach fünf Jahren in einer Situation befinden, in der Dir das Zurückzahlen nicht möglich ist, so lässt sich die Rückzahlung auch weiter verschieben.

BAföG-Leistungen gibt es auf Grundlage eines schriftlichen Antrags beim Studentenwerk Bielefeld. Adressen und Formblätter gibt es hier: www.bafoeg.bmbf.de
Wichtig ist, dass Du deinen Antrag frühzeitig stellst. Die Sacharbeiter brauchen manchmal sehr lange, bis sie den Antrag bearbeitet haben. Und vorher gibt es kein Geld. Wenn Du mal beim Ausfüllen der Formulare nicht weiterkommen solltest, dann ist das kein Problem: Die BAföG-HOTLINE: 0800-2236341 gibt kostenfrei Auskunft.

 

Stipendien

Eine großartige Art sich sein Studium zu finanzieren, sind Stipendien. Und dabei ist es ein Mythos, dass lediglich Einser-Kandidaten ein Stipendium bekommen. Inzwischen gibt es über 2.000 verschiedene Stipendien: Zur Förderung von Begabten, von Bedürftigen, für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler oder für Auslandsaktivitäten. Da ist für jeden etwas dabei ob für Lokalpatriotinnen- und patrioten, Studierende mit Kind, Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger, Exoten… Zumeist sind bei der Auswahl das persönliche Engagement, die eigenen Vorstellungen und Ziele mindestens ebenso wichtig, vielleicht noch wichtiger als die Noten. Die Stipendiengeberinnen und -geber haben immer ein bestimmtes Profil von Studierenden vor Augen, die sie fördern möchten. Wichtig ist, dass Du auf dieses passt und das bei der Bewerbung auch ganz klar heraus stellst. Internetseiten wie www.mystipendium.de helfen mit einem Matching-Algorithmus passende Stipendien für Dich herauszufiltern. Achtung: Die Bewerbungsfristen sind meist im Frühjahr. Ratsam ist auch, nicht nur eine Bewerbung loszuschicken.

Zudem bietet die Hochschule einen Stipendien-Newsletter an.

 

Jobben

Viele Studierende jobben neben dem Studium, um so das Studium zu finanzieren. Eine tolle Möglichkeit sind dabei HiWi-Jobs (Jobs als wissenschaftliche Hilfskraft) an der Hochschule selbst. Dabei arbeitet man zum Beispiel in der Bibliothek oder als Tutorin oder Tutor für Lehrveranstaltungen. Der Lohn ist nicht schlecht und man arbeitet studienbezogen und hat so noch die Chance, die Lehrenden näher kennenzulernen. Ab dem 3. Semester kann man sich auf einen Hiwi-Job bewerben.

Egal wo du jobst, ist es wichtig zu beachten, dass die Höhe Deines Einkommens nicht 4.880 Euro im Jahr übersteigt. Sonst kann Dein Verdienst nämlich das BAföG- oder Stipendiengeld verringern. Das wären 406,66 Euro im Monat. Auch aus versicherungstechnischen Gründen ist es wichtig, dass ihr nicht mehr als in einem Mini-Job verdient. Das sind 450 Euro im Monat.

 

Studienkredite

Studienkredite muss man komplett zurückzahlen, die allermeisten auch mit Zinsen. Eine Ausnahme ist der Studienabschlusskredit der E.W. Kuhlmann-Stiftung. Deswegen solltest Du immer versuchen, den Einsatz von Krediten zur Finanzierung des Studiums so gering wie möglich zu halten. Wenn es aber mal gilt gewisse „Durststrecken“ zu überbrücken, gibt es unter anderem folgende Optionen:

 

Auf der Internetseite www.studiencredit.de kannst Du mehrere Angebote vergleichen. Auch das Studentenwerk Bielefeld bietet Unterstützung bei der Suche nach einem geeigneten Kredit: 0521 106-88800